Webtipps und Surftipps aus aller Welt

12. März 2007

Content! die Zukunft der Verlage?

Filed under: Allgemein,Content — webtipps @ 23:22

Die bange Frage nach der Zukunft der Verlage angesichts umwälzender Medienveränderungen stellen sich mehr und mehr auch traditionelle Buchverlage. Wurden die Neuerungen der elektronischen Medien bislang noch den Fachverlagen oder

Zeitschriftenkonzernen überlassen, so ist spätestens nach der Verleihung des ersten E-Book-Awards klar, daß elektronisches Publizieren die gesamte Branche erfassen und wesentliche Abläufe in Produktion, Distribution und Vermarktung der eigenen Produkte nachhaltig ändern wird. Voraussetzung für diese umwälzenden Veränderungen sind neue Publikationsmethoden, die allgemein unter dem Oberbegriff Electronic Publishing (EP) zusammengefaßt werden. Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten, Informationen (Content) in elektronischer Form zu produzieren und an eine bunte Vielfalt an Verwertern bis hin zum Endkunden zu vertreiben. Traditionelle Buchverlage sollen in diesem neuen Geschäftsfeld zu den Content-Lieferanten der Zukunft werden. Als Content wird bezeichnet, was „Inhalt“ einer Website sein kann, d.h. Texte, Bilder, Grafiken, Datenbanken, interaktive Komponenten, etc. Commerce, d.h. Handel mit diesem Content, bezeichnet dessen geschäftsmäßigen Vertrieb zwischen zwei Partner, die sich über den Preis des Contents – nicht immer in monetärer Form – einigen konnten. Eine Spielform des neuen Geschäfts mit digitalem Content ist das auch im Rundfunk praktizierte, alte Reprint- oder Nachdruck-Prinzip, das nun als Content Syndikation seine Wiederauferstehung erlebt. Unter Content Syndikation versteht man die Bündelung von Inhalteangeboten und deren Übermittlung in digitaler Form zwecks Mehrfachverwertung. An einem Syndikations-Deal sind mindestens zwei Partner beteiligt: Content-Anbieter, Content-Verwerter und gegebenenfalls als dritter Player Zwischenhändler, sog. Content Broker, die als Dienstleister die Anbieter (Verlage, Nachrichtenagenturen, etc.) mit den Nachfragern (Websites) verbinden.
Spätestens jetzt dürfte die Frage geklärt sein…

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1 Kommentar »

  1. Die Buchverlage werden auch in Zukunft nicht aus den Puschen kommen. Wo sind denn die Innovationen? Welcher Verlag bietet neben einer Print-Ausgabe auch ein EBook im PDF-Format an und das zu einem Preis, bei dem der mündige Kunde auch merkt, dass sich der Verlag die Druckkosten spart? Hier findet nur „Schnarch“ statt. Rühmliche Ausnahme Lexika-Verlage.
    Die bunte Vielfalt an digitalem Content findet bereits statt im Netz und wird nicht auf das große Erwachen der Verlage warten. Nicht zuletzt vorangetrieben von Lizenzmodellen wie Creative Commons (http://www.creativecommons.org). Ein Modell, das den Markt in Zukunft stark verändern wird und das die GEMA vermutlich jetzt schon mit furchtsamen Blick verfolgt. Die (Buch-/Film-/Musik-) Verlage werden dann einen Großteil ihrer Content-Hoheit verlieren. So werden sich aufstrebende Autoren, Musiker, Fotografen und Designer über das neue Lizenzmodell selbst vermarkten.
    Das Rennen werden Content-Portale wie YouTube (Film), Myspace (Musik), Flickr (Fotos) und vermutlich Google oder Amazon (Bücher) machen. Buchverlage sollten sich mal Seiten wie Lulu.de (http://www.lulu.de) ansehen, um einen Eindruck von der Zukunft zu erhalten.

    Kommentar von Ulrich — 14. März 2007 @ 14:34 | Antwort


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